Wanddurchbruch – tragende & nichttragende Wände
Räume verbinden, neue Tür schaffen, offener Wohnbereich – ein Wanddurchbruch ist einer der häufigsten Eingriffe im Umbau. Mit Diamantsäge und Kernbohrungen arbeiten wir vibrationsarm, mit sauberen Schnittkanten und ohne die angrenzende Bausubstanz zu beschädigen. Auch in bewohnten Räumen während laufender Nutzung möglich.
⚠️ Wichtig: Bei tragenden Wänden ist eine statische Beurteilung Pflicht – dazu unten mehr.
Tragend vs. nichttragend – warum der Unterschied so wichtig ist
Nicht jede Wand darf einfach geöffnet werden. Bevor wir den ersten Schnitt setzen, muss klar sein, ob die betroffene Wand tragend oder nichttragend ist – und welche Maßnahmen ggf. nötig sind, um die Statik zu erhalten.
Nichttragende Wand
Trennt nur Räume, hat keine Last aus Decken oder Geschossen darüber. Beispiele: Trockenbauwand (Gips, Holzständer), leichte Kalksandstein-Trennwand 7–11 cm dick, nachträglich eingezogene Innenwände.
Der Durchbruch ist im Regelfall ohne statische Beurteilung möglich. Wir sägen sauber rechteckig aus, Sie schließen mit Putz oder Trockenbau ab.
⚠️ Tragende Wand
Nimmt Lasten aus Decken, Dach oder Stockwerken darüber auf. Erkennbar oft an: größere Wandstärke (≥ 17 cm), zentrale Lage im Grundriss, durchgehend in mehreren Geschossen, häufig Stahlbeton oder massives Mauerwerk.
Eingriff nur nach statischer Berechnung. Meist ist ein Sturz (Stahlträger oder Stahlbetonsturz) einzubauen, der die Last über die neue Öffnung hinweg trägt. Den Statiker beauftragen Sie als Bauherr – wir setzen dann den Schnitt nach seinen Vorgaben.
Warum wir nicht mit dem Bohrhammer arbeiten
Manche Handwerker arbeiten beim Wanddurchbruch noch mit Schlagbohrhammer oder Meißel. Das geht – ist aber für die angrenzende Bausubstanz und für Sie als Bewohner deutlich unangenehmer. Die Diamanttechnik bringt entscheidende Vorteile:
✓ Vibrationsarm
Keine Erschütterungen auf umliegende Wände, keine Risse im Putz angrenzender Räume, keine herabfallenden Bilder im Nebenzimmer.
✓ Wenig Staub
Nass gesägt mit Wasserkühlung, abgesaugt direkt am Werkzeug. Statt einer dicken Staubschicht im ganzen Haus eine sauber abgesteckte Baustelle.
✓ Saubere Kanten
Rechtwinklig und maßhaltig – die neue Tür oder das neue Fenster passt direkt. Keine ausgefranste Öffnung, kein aufwändiges Verputzen.
✓ Statisch berechenbar
Definierter Schnitt statt unkontrolliertes Stemmen. Die Statik nach dem Durchbruch bleibt nachvollziehbar.
✓ Schneller fertig
Eine 100×210 cm Tür-Öffnung in Mauerwerk ist meist innerhalb eines Tages durch. Stemmen würde Tage dauern.
✓ Auch bewohnt möglich
Geringe Lärm- und Schmutzbelastung – Sie können in den anderen Räumen weiter wohnen oder arbeiten.
Wann ein Wanddurchbruch sinnvoll ist
Räume verbinden
Küche und Wohnzimmer öffnen, offenen Wohnbereich schaffen, getrennte Zimmer in einen großzügigen Raum verwandeln.
Neue Tür
Direktverbindung zwischen Räumen schaffen, Hauseingang verlegen, separaten Zugang zur Einliegerwohnung.
Neues Fenster
Lichtmangel beheben, Ausblick schaffen, bei Sanierung größere Verglasung einbauen.
Treppe / Galerie
Decke öffnen für Innentreppe, Galerie zur Doppelhöhe, Aufgang zum Dachgeschoss.
Sanierung Altbau
Grundriss-Anpassung im Bestand, Bad in eigenes Zimmer auslagern, ehemalige Speisekammer in Hauswirtschaftsraum integrieren.
Barrierefreier Umbau
Breite Türöffnungen (90+ cm) für Rollstuhl oder Rollator, schwellenfreie Übergänge zwischen Räumen.
Vom Aufmaß bis zum sauberen Ausschnitt
Aufmaß & Klärung
Wir kommen vorbei, messen die geplante Öffnung, klären die Wandart (tragend/nichttragend, Material, Wandstärke), prüfen die Zugänglichkeit. Sie erhalten anschließend ein klares Angebot.
Statiker beauftragen
Bei tragenden Wänden organisiert der Bauherr die statische Berechnung. Wir empfehlen Statiker aus der Region, mit denen wir gut zusammenarbeiten. Das Ergebnis bestimmt Sturzgröße und Ausführungsreihenfolge.
Schnitt & Entsorgung
Folienschutz, Wasserabsaugung, Schnitt mit Diamantsäge oder Kombination Säge + Kernbohrung an den Ecken. Wandblock wird herausgehoben, Bauschutt entsorgt, Baustelle besenrein.
Was kostet ein Wanddurchbruch?
Diese Frage hören wir am häufigsten – und sie lässt sich nicht pauschal beantworten. Seriös ist nur die ehrliche Antwort: Der Preis hängt von zu vielen Faktoren ab, um ihn ohne Kenntnis der Situation sinnvoll zu nennen.
Wovon der Preis abhängt
- Größe der Öffnung – Schnittlänge ist der Hauptkostenfaktor (eine 100×210 cm Tür hat 6,2 m Schnittlänge).
- Wandstärke – je dicker, desto langsamer der Schnitt und desto mehr Bauschutt fällt an.
- Material – Mauerwerk ist günstiger als Stahlbeton; bewehrter Stahlbeton ist am aufwändigsten.
- Statik & Sturz – tragende Wände bedeuten Mehraufwand für Sturzeinbau und ggf. Abstützung.
- Zugänglichkeit – 3. OG ohne Aufzug, beengte Verhältnisse oder Treppenhaus-Engpässe kosten Zeit.
- Entsorgung – Bauschutt-Volumen und Container-Logistik vor Ort.
- Anfahrt – im Hohenlohekreis Heimvorteil, weite Anfahrten werden gesondert kalkuliert.
Mein Tipp: Schicken Sie uns ein paar Maße (Breite × Höhe geplant, Wandstärke gemessen) und ein Foto der Wand inkl. Umgebung. Wir geben Ihnen dann einen ehrlichen, konkreten Richtwert – meist noch am selben Tag.
Wanddurchbruch – das werden Sie noch wissen wollen
Was kostet ein Wanddurchbruch?
Hängt von Größe, Wandstärke, Material (Mauerwerk vs. Stahlbeton mit/ohne Bewehrung), Statik/Sturz und Zugänglichkeit ab. Ein einfacher Durchgang in einer 12-cm-Gipswand kostet einen Bruchteil eines tragenden Durchbruchs in einer 30-cm-Stahlbetonwand. Schicken Sie uns Maße, Material und ein Foto – Sie bekommen schnell einen konkreten Richtwert.
Tragende Wand – was ist zu beachten?
Bei tragenden Wänden ist zwingend eine statische Beurteilung notwendig, BEVOR der Durchbruch erfolgt. Der Statiker berechnet, ob und wie das Bauteil verändert werden darf, und legt Sturz, Stützen und Reihenfolge fest. Den Statiker beauftragt der Bauherr; wir führen den Schnitt nach den statischen Vorgaben aus. Ohne Statik kein Eingriff in tragende Bauteile.
Wie lange dauert ein Wanddurchbruch?
Ein Standard-Durchbruch (Türöffnung, ca. 100 × 210 cm in Mauerwerk) ist meist an einem Tag fertig – inkl. Aufmaß vor Ort, Schnitt, Entsorgung des Bauschutts. Bei tragenden Wänden mit Sturzeinbau kommen die Vorbereitungs- und Aushärtezeiten dazu, hier sind 2–3 Tage realistischer.
Wie viel Schmutz und Staub entsteht?
Mit der Diamantsäge und Wasserkühlung entsteht praktisch kein Staub – nur etwas Bohrschlamm, der direkt abgesaugt wird. Wir decken den Bereich mit Folie ab und hinterlassen die Baustelle besenrein. Im bewohnten Bereich ist Wasserabsaugung und Staubschutz Standard.
Woran erkenne ich, ob meine Wand tragend ist?
Hinweise auf eine tragende Wand: Wandstärke ≥ 17 cm, zentrale Lage im Grundriss, durchgehend in mehreren Geschossen, oft Stahlbeton oder massives Mauerwerk. Aber: Endgültige Klarheit gibt nur der Statiker. Im Zweifel immer prüfen lassen, bevor man Pläne macht.
Kann man auch in einer Eigentumswohnung einen Durchbruch machen?
Innerhalb der eigenen Wohnung ja – aber bei tragenden Wänden oder Wänden, die zum Gemeinschaftseigentum gehören, brauchen Sie die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Vorher mit der Hausverwaltung klären.
Müssen die Möbel raus?
Nicht zwingend alle – aber im direkten Arbeitsbereich (1–2 m Radius) wird es freier sein müssen. Empfindliche Möbel und Elektronik decken wir ab oder Sie räumen sie aus dem Raum. Im Vorgespräch klären wir das konkret.
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Sie bekommen einen konkreten Richtwert – meist noch am selben Tag. Bei tragenden Wänden besprechen wir auch die Statik-Frage ehrlich vorab.
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